Integrationsarbeit in Oberösterreich ausbaufähig

„Jeder Krämer lobt seine Ware – so auch Landesrat Anschober sein Ressort. Der Abschlussbericht zur Integrationsarbeit in Oberösterreich zeigt jedoch altbekannte Probleme auf“, berichtet der freiheitliche Integrationssprecher LAbg. Michael Gruber über die von der Oö. Landesregierung im April 2017 beschlossene und nun abgeschlossene Evaluierung.

 

„Berechtigten Grund zur Sorge bereitet, dass von den Befragten kein einziger Bereich in Hinblick auf die Integration der letzten 5 – 10 Jahre mehrheitlich positiv beurteilt wurde. Mehrheitlich negativ wurden jedoch die Bereiche Religion sowie Wirtschaft und Arbeitsmarkt gesehen. Dass auch Migrantenvereine, die oft nach politischer oder religiöser Ausrichtung stark unterschiedlich arbeiten, nicht die Stütze einer umfassenden Einbeziehung von Zuwanderern in die Gesamtgesellschaft sein können, wird klar ersichtlich. Als gut funktionierend werden grundsätzlich die Deutschkurse beschrieben, nicht zuletzt durch die formal notwendigen Zertifikate zur Erfüllung der Integrationsvereinbarung, die im Zuge der ‚Mindestsicherung neu‘ beschlossen wurde“, analysiert Gruber einige Punkte.

 

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Evaluationsbericht die gefühlte Meinung der Bevölkerung widerspiegelt. Leider hat sich in den vergangenen Jahren keine Verbesserung bei der Integration eingestellt. Mit dem gerade in Bearbeitung stehenden neuen Integrationsleitbild auf Grundlage des Leistungsprinzips wird hier die Trendwende geschafft werden“, schließt LAbg. Gruber.

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